Englische Orange Marmalade ist keine Marmelade!
Falsche Freunde
Sie unterscheiden sich nicht nur durch einen Buchstaben: britische marmalade ist keine Marmelade, denn unter diesem Begriff versteht man in Deutschland einen süßen Fruchtaufstrich. Oftmals aus Erdbeeren gemacht, gern ebenso aus Kirschen und Aprikosen hergestellt mit einer ordentlichen Portion Zucker versetzt. Aufs Brot oder ins Brötchen gestrichen ergibt Fruchtmarmelade, auch als Fruchtkonfitüre bekannt, eine leckere Köstlichkeit beim Frühstück oder zur Stärkung zwischendurch.
Eine kleine Marmeladengeschichte
Englische Marmelade hingegen wird aus Orangen hergestellt und glänzt durch ihren bitteren Geschmack. In England blickt dieses ikonische Nahrungsmittel auf eine lange Tradition zurück. Der Londoner Politiker und Autor Samuel Pepys erwähnt die Orangenmarmelade bereits in einem Tagebucheintrag vom 9. März 1669. Eine gewisse Eliza Cholmondeley aus der Grafschaft Cheshire dürfte wohl das erste Rezept für marmalade aus Bitterorangen verfasst haben.
Gesichert hingegen ist, dass die schottische Kauffrau Janet Keiller aus Dundee als erste mit dem kommerziellen Verkauf von bitterer Orangenmarmelade begann. Es ist eine dieser typischen liebenswerten britischen Geschichten: Als ein aufkommender Sturm ein spanisches Handelsschiff aus der Region Sevilla zur Einfahrt in den Hafen von Dundee zwang, befand sich an Bord eine beträchtliche Ladung Bitterorangen. Billig von ihrem Sohn erstanden, kochte Keiller die Früchte kleingehackt mit viel Zucker ein. Die resultierende marmalade erwies sich als Verkaufsschlager, was 1797 zur Gründung der weltweit ersten Marmeladenmanufaktur in Dundee führte. Die Bitterorangenmarmelade war geboren!
Englische marmalade selber machen? Mit Ma Made!
Wer auf den Spuren von Janet Keiller wandeln möchte, kann das hervorragend dank Ma Made der Firma Robertsons. In schweren Metalldosen kann man feingeschnittene Bitterorangenscheiben kaufen als bequeme Basis zum eigenen Einkochen. Eine Dose ergibt rund drei Kilogramm marmalade, man muss nur Zucker zugeben – und dies nur soviel man will, was etwa für Diabetiker oder Ernährungsbewusste ideal ist.
Vom Frühstückstisch des Königshauses
Nicht nur seine Mutter, Queen Elizabeth II., auch King Charles III. liebt Frank Cooper’s Original Oxford Marmalade. Diese Traditionsmarke gibt es in zwei Varianten: Fine Cut enthält fein geschnittene Orangenschalen, während Coarse Cut it größere Schalenstücke bietet. Beide Varianten bieten den charakteristisch kräftigen, ausgewogenen Geschmack, für den die Traditionsmarke seit Generationen bekannt ist.
Zwei Misses, zwei Bitterorangenmarmeladen
Ganz in der Nachfolge von Janet Keiller gehört es zur Tradition von Großbritannien, dass die besten Rezepturen für marmelades von Frauen erfunden wurde. Bei Broken English empfehlen wir zwei Sorten, die unseren Geschmackstest bestanden haben. Zum einen Mrs Bridges Thick Cut, die wie dereinst in Schottland hergestellt wird. Zum anderen wäre da Mrs Darlington Orange & Gin Marmalade, die für alle Leckermäulchen geeignet ist, die einen Schuss Alkohol im Aufstrich schätzen.
Die Geschmacksunterschiede sind subtil, aber unleugbar: Mrs Bridges wirkt meist etwas milder, runder und süßer im Profil; Mrs Darlington hingegen schmeckt eher hausgemachter und fruchtiger, samt einer etwas deutlicheren Zitrusbitternote.
Schöne Auswahl bei Broken English
Im Online Shop von Broken English gibt es viele marmalades zu entdecken, neben den hier vorgestellten Sorten, so beispielsweise noch die beliebten Tiptree-Marmalades von Wilkin & Sons. Einfach selber schauen, was einen anlacht. Und dann bestellen – ein schneller Versand ist garantiert. Guten Appetit mit britischen marmalades!



